Schwarze Flecken über Fenstern fallen besonders auf hellen Fassaden sofort ins Auge. Manchmal ziehen sich die dunklen Verfärbungen wie eine Fahne vom Fenster nach oben. Auf den ersten Blick erinnern sie an Ruß oder Rauchspuren. Häufig handelt es sich jedoch um Verschmutzungen oder mikrobiellen Bewuchs auf der Fassadenoberfläche.
Warum Algen und Pilze auf Fassaden wachsen, hat vor allem mit Feuchtigkeit zu tun. Auch die Temperatur der Fassadenoberfläche spielt eine wichtige Rolle. Auffällig ist außerdem, dass dunkle Verfärbungen manchmal ganz gezielt oberhalb einzelner Fenster auftreten.
Was dort passiert, welche Rolle Wärmedämmung und Lüftungsverhalten spielen und wie sich schwarze Flecken von einer intakten Fassade professionell entfernen lassen, erklären wir in diesem Beitrag.
Eine wichtige Unterscheidung gleich zu Beginn: Ein schwarzer Fleck auf einer Fassade ist keine Diagnose.
Auf Fassaden können sich verschiedene Mikroorganismen ansiedeln. Dazu zählen Algen, Pilze, Bakterien, Flechten und Moose. Pilze können sich beispielsweise durch schwarze Verfärbungen bemerkbar machen. Algen zeigen häufig andere Farbtöne.
Welche Organismen auf einer bestimmten Fassade vorhanden sind, lässt sich anhand der Farbe allein nicht zuverlässig bestimmen. Deshalb sollte nicht jede dunkle Verfärbung pauschal als „Schwarzalge“ oder „Schimmel“ bezeichnet werden.
Für die Beurteilung einer Fassade zählt das gesamte Erscheinungsbild. Wo befinden sich die Verfärbungen? Ist nur der Bereich über einem Fenster betroffen oder eine größere Fassadenfläche? Liegt die Wand lange im Schatten? Sind zusätzlich Risse, Abplatzungen oder andere Schäden zu erkennen?
Vor allem muss unterschieden werden, ob die Fassadenoberfläche intakt und lediglich verschmutzt oder bewachsen ist oder ob ein technisches Problem vorliegt.
Mikroorganismen sind ein natürlicher Bestandteil unserer Umwelt und finden sich praktisch überall. Ob sie sich auf einer Fassade dauerhaft ansiedeln, hängt stark von den Bedingungen auf der Oberfläche ab.
Der wichtigste Faktor ist Feuchtigkeit.
Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik untersucht seit vielen Jahren den mikrobiellen Bewuchs von Fassaden. Auch der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel beschreibt Feuchtigkeit als eine wesentliche Voraussetzung für das Wachstum von Algen und Pilzen.
Algen benötigen Wasser für ihren Stoffwechsel. Pilze kommen mit geringerer Feuchtigkeit aus, benötigen dafür aber organische Nährstoffe. Solche Nährstoffe finden sich beispielsweise in Ablagerungen und Verschmutzungen auf der Fassadenoberfläche.
Deshalb verschmutzt oder bewächst eine Fassade nicht zwangsläufig gleichmäßig. Eine Fläche, die nach Regen, Nebel oder nächtlicher Betauung schnell wieder trocknet, bietet andere Bedingungen als ein Bereich, der regelmäßig über längere Zeit feucht bleibt.
Auch Ausrichtung, Verschattung, Oberflächenstruktur und Witterung beeinflussen, wie schnell eine Fassadenfläche wieder trocknet.
Mehr über die Entstehung von Algenbewuchs erfahren Sie in unserem Beitrag Algen an der Fassade: Ursachen, Risiken und Lösungen.

Auf den ersten Blick erscheint es widersprüchlich: Ein modernes und gut gedämmtes Gebäude kann eine technisch einwandfreie Fassade haben und trotzdem Algen- oder Pilzbewuchs zeigen.
Der Grund liegt in der Funktionsweise der Wärmedämmung. Eine gute Dämmung hält möglichst viel Wärme im Gebäude. Dadurch gelangt weniger Wärme bis an die äußere Putzschicht. Die Fassadenoberfläche bleibt kühler.
Besonders nachts kann die Oberfläche so weit abkühlen, dass sich Tauwasser bildet. Man kennt diesen Effekt beispielsweise vom Auto, das morgens nass ist, obwohl es in der Nacht nicht geregnet hat. Diese Feuchtigkeit verbessert die Wachstumsbedingungen für Algen und Pilze.
Das Umweltbundesamt weist ausdrücklich darauf hin, dass wärmegedämmte Fassaden durch eine erhöhte Tauwasserbildung das Algenwachstum fördern können.
Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik beschäftigen sich ebenfalls mit diesem Zusammenhang zwischen Wärmedämmung, Oberflächentemperatur, Betauung und mikrobiellem Bewuchs.
Das bedeutet nicht, dass mit der Wärmedämmung etwas nicht stimmt. Dass weniger Wärme aus dem Gebäude an die Außenseite gelangt, ist schließlich genau ihre Aufgabe.
Besonders auffällig sind dunkle Verfärbungen, wenn sie nur oberhalb einzelner Fenster auftreten. Die Fassade sieht insgesamt noch ordentlich aus, aber über einem Fenster zieht sich ein dunkler Bereich nach oben.
Hier lohnt sich auch ein Blick auf das Lüftungsverhalten.
Dass gekippte Fenster einen Einfluss auf den mikrobiellen Bewuchs unmittelbar oberhalb eines Fensters haben können, ist fachlich dokumentiert.
Eine Veröffentlichung des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik zeigt eine Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem, bei der sich oberhalb eines gekippten Fensters deutliches Pilzwachstum gebildet hat. Die Autoren weisen ausdrücklich darauf hin, dass das Lüftungsverhalten der Bewohner Einfluss auf das mikrobielle Wachstum haben kann.
Damit lässt sich jedoch nicht jeder schwarze Fleck über einem Fenster mit Kipplüften erklären.
Für mikrobiellen Bewuchs bleiben die Feuchte- und Temperaturverhältnisse auf der Fassadenoberfläche entscheidend. Ausrichtung, Witterung, Verschattung und der Aufbau der Fassade beeinflussen diese Bedingungen ebenfalls.
Das Erscheinungsbild oberhalb eines Fensters sollte deshalb immer im Zusammenhang mit der gesamten Fassade betrachtet werden.

Ein dunkler Belag auf der Fassade bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Fassade beschädigt ist.
Das Umweltbundesamt ordnet Algenbewuchs auf intakten Fassaden in erster Linie als optisches Problem ein. Auch die bauphysikalische Funktion einer intakten Fassade wird durch solchen Bewuchs nicht automatisch beeinträchtigt.
Das ist eine wichtige Abgrenzung. Im Internet werden Algen und Pilze an Außenfassaden schnell mit schweren Gebäudeschäden gleichgesetzt. Eine solche pauschale Aussage ist fachlich nicht richtig.
Anders sieht es aus, wenn neben den Verfärbungen weitere Auffälligkeiten vorhanden sind. Risse, Abplatzungen, beschädigter Putz oder ungewöhnlich feuchte Bereiche gehören fachlich beurteilt.
Eine professionelle Fassadenreinigung beseitigt Verschmutzungen und Bewuchs. Sie ersetzt keine notwendige Reparatur einer beschädigten Fassade.
Gerade ein einzelner schwarzer Fleck über einem Fenster verleitet dazu, nur diese dunkle Stelle reinigen zu wollen.
In der Praxis ist das häufig keine gute Lösung.
Eine Fassade altert und verschmutzt über ihre gesamte Fläche. Wird nur ein kleiner Bereich über dem Fenster gereinigt, ist diese Stelle anschließend unter Umständen deutlich heller als die umliegende Fassade. Statt des schwarzen Flecks fällt dann eine helle Fläche ins Auge.
Bei einer professionellen Fassadenreinigung betrachten wir deshalb nicht nur die auffälligste Stelle, sondern den Zustand der gesamten Fassadenfläche.
Das Ziel ist eine saubere Fassade mit einem möglichst gleichmäßigen Erscheinungsbild.
Bei Hein Fassadenreinigung entfernen wir solche Verschmutzungen mit einem Reinigungsverfahren, das ohne hohen Wasserdruck auskommt.
Zunächst wird ein auf die Verschmutzung abgestimmter Fassadenreiniger aufgetragen. Er erhält ausreichend Zeit, um auf den Bewuchs und die Ablagerungen einzuwirken. Schon während dieser Einwirkzeit lässt sich häufig beobachten, wie die behandelte Fassadenfläche deutlich heller wird.
Anschließend spülen wir Reiniger und gelöste Verschmutzungen gründlich mit Wasser ab.
Unsere spezielle Düsentechnik ermöglicht das Arbeiten mit geringem Wasserdruck. Die eigentliche Reinigungswirkung entsteht vor allem durch den abgestimmten Reiniger und seine Einwirkzeit. Hoher mechanischer Druck auf die Putzoberfläche ist deshalb nicht erforderlich.
Nach der Reinigung wird ein Fassadenschutz aufgetragen. Er verlangsamt die Neuverschmutzung und trägt dazu bei, das gereinigte Erscheinungsbild länger zu erhalten.
Mehr über unser Verfahren erfahren Sie auf unserer Seite zur professionellen Fassadenreinigung.

Schwarze oder dunkelgraue Flecken oberhalb von Fenstern sehen oft dramatischer aus, als sie sind. Die Farbe allein verrät allerdings nicht, was sich auf der Fassade angesiedelt oder abgelagert hat.
Bei mikrobiellem Bewuchs spielt Feuchtigkeit eine zentrale Rolle. Auch gut gedämmte Fassaden sind davon betroffen. Weil weniger Wärme aus dem Gebäude an die Außenseite gelangt, bleibt ihre Oberfläche kühler. Nächtliche Betauung schafft zusätzliche Feuchtigkeit auf der Fassade.
Bei auffälligen Verfärbungen unmittelbar oberhalb einzelner Fenster kommt das Lüftungsverhalten als weiterer Einfluss hinzu. Pilzwachstum oberhalb gekippter Fenster ist in der bauphysikalischen Fachliteratur dokumentiert.
Für Hauseigentümer ist deshalb vor allem die richtige Einordnung wichtig. Ein schwarzer Fleck bedeutet nicht automatisch einen Bauschaden. Entscheidend ist der Zustand der Fassadenoberfläche.
Ist die Fassade intakt und handelt es sich um Verschmutzungen oder mikrobiellen Bewuchs, lassen sich die schwarzen Verfärbungen professionell und schonend entfernen.
Eine professionelle Fassadenreinigung ist die kostengünstige Alternative zum Neuanstrich. Mit Kosten ab 10 €/m² können Sie die unschönen Flecken über dem Fenster schnell beseitigen und Ihre Immobilie erscheint insgesamt in einem neuen Glanz.


– eine fachgerechte Fassadenreinigung sorgt für eine saubere Optik und trägt zum Werterhalt Ihres Gebäudes bei. Wir prüfen den Zustand Ihrer Fassade sorgfältig und empfehlen Ihnen eine passende, materialschonende Lösung.
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